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Auf der Suche nach einem Namen für unseren Tauchertrupp kam uns schnell der Gedanke, daß der wohl berühmteste Pirat Deutschlands passend sei. Er verbindet die Elemente Wasser, Schiffe, Hamburg, Norddeutschland, Abenteuer, starke Männer, Romantik und vieles mehr. Doch wenn Ihr Euch die Frage stellt: Wer war Klaus Störtebeker? Er lebte Ende des 14. Jahrhunderts in Norddeutschland. Da die tatsächlichen Aufzeichnungen aus dieser Zeit recht rar sind, gibt es aber dennoch eine Menge von verbrieften und überlieferten Darstellungen. Über seinen Geburtsort und seine Herkunft existieren keine genauen Informationen. Erstmals in Erscheinung trat er 1391. Es herrschte Krieg zwischen der Königin von Dänemark, welche auch Schweden besetzt hielt und dem Herzog Albrecht von Mecklenburg. Als Albrecht in Gefangenschaft geriet, und das mit Mecklenburg verbündete Stockholm belagert wurde, stellte der Städtebund Hanse Kaperbriefe aus und legalisierte somit die Seeräuberei. Da Sie nun in der Ostsee auch Schiffe der Hanse kaperten, wurden Kriegsschiffe eingesetzt um dem Piratentum ein Ende zu bereiten. Die Vitalienbrüder verlagerten daraufhin ihre Jagdgründe in die Nordsee. Die vielen kleinen Häfen und vorgelagerten Buchten boten ideale Schlupfwinkel. Da die Friesen nicht zur Hanse gehörten, gewährten sie den Piraten Unterschlupf. In dem kleinen Dorf Schaar, dem heutigen Wilhelmshaven, fanden sie 1396 Zuflucht. 1399 heiratete Störtebeker die Tochter des ostfriesischen Edlen Keno ten Broke. Die Seeräuber verfügten inzwischen über eine Vielzahl von Schiffen. Die Zahl der Piraten stieg nun auf bis zu 1.500 Mann an. Gödeke Michels und Klaus Störtebeker waren von jetzt an gleichrangige Anführer. Auch nannten sie sich fortan Likedeeler, die Gleichteiler, was bedeutete, daß unter ihnen die Beute zu gleichen Teilen aufgeteilt wurde. Gödeke Michels trieb sein Unwesen überwiegend auf Weser, Jade und Ems. Störtebeker an der Elbmündung vor Neuwerk. Auch die Insel Helgoland, welche den Handelsschiffen damals als Navigationshilfe diente, nutzten sie als Vorposten, Lauerstellung und Unterschlupf. So wurde Helgoland dem Störtebeker dann auch zum Verhängnis. Die Kaufleute der Hanse wollten und konnten die dauernden Überfälle auf ihre Handelsschiffe nicht hinnehmen. Die Hanse besaß aber weder eine Marine noch Kriegsschiffe. Trotzdem wurde eine Flotte zusammengestellt und ausgesandt um Störtebeker dingfest zu machen. Am 22.April 1401 traf die Hamburger Flotte vor Helgoland auf die Seeräuber. Durch den Überraschungsmoment und die größere Anzahl von Schiffen gelang es der Hanse, in einem mörderischen Kampf, wobei auf beiden Seiten viele Seeleute und Piraten in der Schlacht fielen, Klaus Störtebeker und 71 Piraten gefangen zu nehmen. Die Hinrichtung der Piraten fand am 21.Oktober 1401 auf dem Hamburger Grasbrook statt. Sie wurden durch das Schwert des Scharfrichters Rosenfeld geköpft. Die Köpfe stellte man aufgepfählt am Ufer der Elbe zur Schau. Die Legende besagt, dass Klaus Störtebeker bei seinen Richtern Gnade für seine Mannschaft erbat. Alle diejenigen seiner Piraten, an denen er nach der Enthauptung noch vorbeilaufen könne, sollten freigelassen werden. |
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