Tauchen in aller Welt

Zakynthos

GRIECHENLAND · Mai 1999 · Dirk


Lage des Gebietes: Zakynthos (oder auch wie von den Engländern genannt: Zante) ist die südlichste der Ionischen Inseln. Der Flug von Hamburg nach Zakynthos hat ca. 2 Std. gedauert. Auf dem Rückflug dauert es wg. der Zwischenlandung in Korfu ein klein wenig länger. Durch die Nähe zum Peleponnes kann man in kurzer Zeit mit Fähre z.B. nach Olympia fahren.

Die Insel: Die Insel ist eigentlich nicht typisch griechisch. Wenn man durch Zypressenhaine imKirchturm Norden fährt, sieht es eher nach der Toskana als nach Griechenland aus.
Zakynthos ist auch grüner als die meisten griechischen Inseln. In der Vor- und Nachsaison muß mit Regentagen gerechnet werden. Manchmal auch mit stürmischem Wetter, so daß das Tauchen z.B. stark eingeschränkt ist.
Der größte Teil der Insel besteht aus niedrigen Bergen. Dazwischen befinden sich fruchtbare Ebenen mit Oliven-, Zitrus- und Traubenplantagen.
Die Strände (Sand) verteilen sich rings um die Insel und sind von unterschiedlicher Qualität und Größe. Manche sind nur sehr beschwerlich erreichbar - an anderen sind die Liegestühle wie in Spanien dicht an dicht aufgereiht.
Im Norden der Insel befinden sich zahlreiche Grotten, die mit Booten verschiedener Größe an- bzw. befahren werden können.
Die einzige größere Stadt ist Zakynthos-Stadt. Von dort aus kann man auch mit den Fähren in Richtung Olympia (Festland) in See stechen.

Die Einreise: Auf dem Flughafen muß mit längerer Wartezeit gerechnet werden, besonders wenn viele Flieger landen. Es gibt für alle ankommenden Maschinen nur ein Band! Ansonsten ganz easy - Gepäck aufpicken - zum Bus (und wieder ein bißchen warten) - ins Hotel etc. Der Flughafen liegt ca. 5 km von der Hauptstadt entfernt. Wer es eilig hat, kann von hier aus auch mit dem Taxi an sein Ziel kommen.

Karte LaganasLaganas: Wir waren dort im Hotel Zante Beach, u.a. weil dort die Tauchbasis Divers Paradise untergebracht ist. Außerdem sollte das Hotel lt. Tjaereborg eines der besseren sein, dem war leider nicht ganz so, dafür ist es aber eines der Ältesten. Leider gibt es dieses Hotel nur mit Halbpension - mit Frühstück würde es vollkommen ausreichen. Wir fanden das Essen am Abend jedenfalls nicht so begeisternd und sind fast jeden Abend Essen gegangen. Das Hotel war sauber - hatte aber deutliche Spuren des Alterungsprozesses, wie z.B. Klima-Anlage mit großem Geräuschpegel und wenig Kühlleistung, veraltete Sanitärtechnik mit Geruchsbelästigung (wurde nach Beschwerde sofort behoben) - war aber ca. 10 Tage später wieder da, Wasserflecken an den Decken etc.

Das Personal spricht englisch und deutsch und ist im Regelfall auch sehr nett. Im Mai wurde aber das Gefühl vermittelt, als wenn plötzlich erstmalig die Saison aus-gebrochen wäre und alle von dem Ansturm der wenigen Gäste überrascht worden wären. Also haben wir als erstes Cigar - Cigar gelernt. Auf deutsch etwa: "Immer mit der Ruhe"! Damit kommt man dann gut durch den Urlaub. Die im Prospekt ange-prisene Kinderbetreuung fand nicht statt, da die jugoslawischen Betreuerinnen aus bekannten Gründen nicht kommen konnten. Natürlich auch ganz überraschend ;-).

Unser Zimmer hatte einen schönen Meerblick. Aber es gibt auch genug Zimmer mit Blick auf den Parkplatz. Zum Meer hin erstreckt sich eine große Wiese mit ein paar Bäumen. Direkt am Strand ist ein kleines Restaurant (Imbiß) mit schattigen Plätzen. Rechts vom Haupthaus ist der Pool mit der Poolbar und der Tauchbasis.
ACHTUNG AKTUELLE ÄNDERUNG: Die Autovermietung Smart Rentals, bei der Taucher vom Divers Paradise 10% Rabatt bekommen befindet sich nicht mehr im Zante Beach. Die Station ist jetzt in Aghios Sostis. Buchen kann man aber die Fahrzeuge natürlich per Telefon. Die Fahrzeuge werden dann zum Zante Beach oder zum Flughafen geliefert. Der Service ist super, die Fahrzeuge sind alle in sehr gutem Zustand und viele sind brandneu. Sicherlich gibt es in Laganas auch billigere Vermietungen, aber hier hat es uns sehr gut gefallen. Allerdings wurden im Mai (noch) keine Kreditkarten akzeptiert. Nur Bargeld und Euroschecks.
Der Strand ist der längste auf Zankythos und besteht aus grau-braunem, festem Sand. Der Strand ist flach abfallend ins Wasser. Liegen darf man vor dem Hotel nur im vorderen Bereich des Strandes, da im hinteren Bereich die Schildkröten ihre Eier ablegen. Auch das Einrammen von Sonnenschirmen ist aus diesem Grunde verpönt.

Der Ort selber ist ein reiner Touri-Ort mit vielen Restaurants, Kneipen und Discos. Ca. 90% aller Touristen auf Zakynthos sind Engländer. Darauf haben sich natürlich die Restaurants etc. eingestellt. In Deutschland kann man bestimmt griechischer essen als in Laganas und die Qualität ist auch nicht gerade umwerfend. Die Hauptstraße des Ortes ist nachts so eine Art Ballermann 6 der Insel. Betrunkene Engländer haben wir auch schon am Morgen am Strand erlebt.

GiannisAn Restaurants im Ort haben uns damals nur das Zefiros (liegt an der kleinen Straße neben dem Fluß am Zante Beach), das Minerva (liegt neben dem Salt&Pepper) und das Harbour-House (liegt allerdings vom Zante-Beach aus in Richtung Ort ca. 20 bis 30 Minuten zu Fuß entfernt), gefallen.

Für den kleinen Hunger zwischendurch sind wir immer zu Giannis am Strand gelaufen. Dort gibt es prima Pizza und große Sandwich-Teller mit Pommes. Der Besitzer ist superfreundlich und spricht gut deutsch.

Der ultimative Restaurant-Tip für uns war Dennis Taverne in Lithakia. Dort gab es die besten Lammkottelets unseres Lebens, groß und saftig, und in der Vorsaison waren die Pommes noch handgeschnitzt. Um dort hinzugelangen braucht man unbedingt einen fahrbaren Untersatz (ist ca. 5km von Laganas entfernt), oder man läßt sich von Dennis mit dem Kleinbus abholen und zurückbringen, natürlich kostenlos. Adresse und/oder Telefon-Nr. über die Rezeption oder Tauchbasis erfragen.

Navagio BarDie TaufeFür den Rest des Abends bei einem netten Cocktail und guter Musik können wir die Navagio-Bar von Nikos empfehlen. Die Bar liegt direkt neben dem Astir-Palace im Ort, vom Zante-Beach sind es nur ca. 5 Minuten zu Fuß. Vor der Bar kann man in einem kleinen Garten mit Springbrunnen gemütlich sitzen. Hier treffen sich auch häufig die Taucher vom Divers-Paradise, um sich hin und wieder auch mal einer Taufe zu unterziehen.
Nikos ist auch Taucher und kommt manchmal mit zum tauchen mit Divers-Paradise. Bei Niko kann man auch nette Appartements mieten. Wer Glück hat lernt Nikos Frau Nadja kennen und bekommt manchen guten Tip für nette Restaurants etc.

Die Tauchbasis: Divers Paradise steht unter der Leitung von Theofanis Nikoloudakis (kurz Fanis) und wurde im April 1998 eröffnet. Die gesamte Ausrüstung ist relativ neu und gut gepflegt. Basis mit PoolBei der Anmeldung wird das Logbuch, das Brevet und das Tauchtauglichkeits-Attest benötigt. Danach wird man durch die Basis geführt, um sich alles anzusehen. Einen Checkdive im eigentlichen Sinne gab es nicht, aber beim ersten Tauchgang kontrolliert ein Dive-Guide das Tauchvermögen.
Direkt vor dem Strand hat die Tauchbasis einen sog. "Bunker", in dem im Untergeschoß das Tauchgerödel aufbewahrt wird. Der Bunker ist durch Schlösser gesichert, so daß man unbesorgt die normalen Sachen dort lassen kann. Direkt über dem Bunker sind Tische und Bänke für z.B. einen Grillabend. Neben dem Bunkereingang sind mehrere Becken zum Wässern der Sachen.
Für die Bootstauchgänge wird sich direkt vor dem Bunker umgezogen und aufgerödelt. Dann geht es kurz über den Strand zum in der Nähe des Ufers liegenden Bootes. Manchmal muß man dabei auch schon ein wenig schwimmen. Bei den von allen Taucher Der Bunker"so geliebten" Landtauchgängen werden die Fahrzeuge vor dem Bunker beladen. Neben der Basis befindet sich auch die Poolbar, wo es leckere Frappes gibt. Leider machte im Mai die Bar immer recht pünktlich um 18 Uhr zu. Die Basis hat aus dem Innenraum einen direkten Zugang zum Pool für die Schüler.
Im Mai war alles noch recht unorganisiert auf der Basis (aber nicht nur da). Die versprochenen Bootstauchgänge fielen mangels Boot aus, man wurde jeden Tag aufs Neue vertröstet, es fanden am Anfang fast nur Landtauchgänge statt. Später wurde dann ein Boot gemietet, damit die Taucher auch mal woanders tauchen können. Das Boot der Basis tauchte dann auch erst nach unseren 2 Wochen auf.
Tja, die Landtauchgänge: Ich muß sagen, daß sich die Plätze wirklich gelohnt haben (Unter-wasser). Allerdings war die Anfahrt lang (bis zu 1,5 Std.), teilweise sehr holprig und umziehen mußte man sich auf einem Geröllparkplatz direkt in der Sonne. Da macht so ein 6mm mit Teflonbeschichtung doch erst so richtig Spaß. Dann ging es jedesmal relativ steil einen Pfad hinunter zu der entsprechenden Bucht. Unten angekommen war man dann so richtig fit. Und wer runter geht muß auch irgendwann voll ausgerüstet wieder hoch.

An Landtauchgängen war ich 1. am Kap Skinari, da finden auch Nachttauchgänge statt. Das Kap liegt hoch im Norden der Insel. Abgetaucht wird von einer Betonplattform, an der auch die Boote für die Grottentouren anlegen. Also Vorsicht beim Auf- und Abtauchen. Meistens wird in Richtung Nord abgetaucht, um dort eine große und eine kleinere Grotte anzusehen. An Getier gab es Langusten und viele Jungfische, nachts hatten wir Bärenkrebse, Seespinnen, Muränen und auch mal einie Geisterkrabbe. Die Sicht war eigentlich immer sehr gut (20-30m). Vorsicht beim Ausstieg - viele Seeigel!
Der 2. Landtauchplatz war Porto Limnionas, eine schöne Bucht, wie ein Naturhafen. Wir sind aus der Bucht hinaus ins Meer getaucht. Hatten gleich den ersten Octopus, sind dann durch beeindruckende Schluchten geschwommen und wurden dabei von einem Schwarm junger Barrakudas beobachtet. Bei der Rückkehr haben wir uns auch da noch eine kleine Grotte angesehen. Auch hier beim Einstieg sehr viele Seeigel.
Aber schon diese beiden Tauchplätze haben mich von Zakynthos überzeugt, ich hätte nie mit solchen Sichtweiten und so vielen Fischen gerechnet. Das Tauchen in Frankreich war dagegen wie die ausgestorbene, blaße Ostsee.

Die Bootstauchgänge: Der Platz an dem wir zuerst waren hieß Marathonissi. Marathonissi ist eine winzige Insel direkt vor Laganas. Dort wird in einer kleiner Bucht geankert und in Richtung eines Felsens abgetaucht. Hier gab es nicht soviel zu sehen, dafür ein absoluter Easydive. Dann war ich am Octopuss Reef, ein Platz mit vielen Tieren und Pflanzen (Muränen, Langusten, Octopusse, Seegurken in bunt, Krabben, Bärenkrebse etc.). Das Wasser dort schmeckt leicht schwefelig (über Wasser kann man es deutlich riechen). Ein weiterer schöner Platz war Arc de Triumphe, ein Platz auch für die, die mal ein wenig tiefer wollen. In ca. 30-35m liegt der Eingang zu einer Höhle, die betaucht werden kann. Dann gibt es einen schönen Bogen durch den man wieder in den flacheren Bereich auftauchen kann. Hier hatte ich sogar am Tage eine wunderschöne Nacktschnecke und Zackis gab es auch. Als letzten Platz habe ich White Reef kennengelernt. Hier kann man durch eine Höhle von einer Bucht in die nächste Bucht tauchen. Und im Mai durfte man auch wieder durch die Höhle zurück. Jetzt im September mußten die Taucher außen herum tauchen. Direkt links neben dem Höhleneingang ist ein langgestreckte Schlucht zum durchtauchen. In den kleinen Einbuchtungen an den Seiten habe ich so manche Languste gefunden. Darüberhinaus hatten wir Drachenköpfe und ein paar Barrakudas an diesem Platz.
Leider konnte ich wegen Problemen mit dem Ohr nicht mehr Plätze betauchen!

Weitere Tauchbasen befinden sich selbstverständlich vor Ort. Aber da möchte ich lieber nichts zu sagen....

Limni KeriouDie Alternative: Wem es in Laganas zu hektisch und zu laut ist, sollte nach Limni Keriou ausweichen. Dieser Ort liegt noch mal ca. 7 km von Laganas entfernt im Südwesten der Insel. Der Ort besteht eigentlich aus einer Bucht mit Kies-Strand (leider), einem kleinen Hafen, ein paar Restaurants und Tavernen, einer Autovermietung, einem Supermarkt und einer Handvoll Häusern. Hier gibt es wirklich kein Highlife, aber dafür mehr Ruhe. Über die großen Veranstalter kommt man dort nicht hin. Vor Ort sind zwei Tauchbasen, die auch über Appartements für die Unterbringung verfügen.




Nero SportDie eine Tauchbasis ist das Nero Sport Diving Center von Peter Mohr. Wir fanden es dort gemütlich und die Leute Nero Sport Hai Buswaren sehr nett. Die Ausstattung war damals nicht so die allerneueste, wie bei den anderen Basen, aber in Ordnung. Da die Basis ein kleines Stück vom Hafen entfernt ist, wird mit einem urigen Hai-VW-Transporter zum Hafen gefahren. Gebucht werden kann die Basis sowie die Appartements über Nero-Sport.

NEU: Limni Keriou ist jetzt über Kreutzer Reisen buchbar. Dabei handelt es sich wohl um die Appartements von Turtle Beach. Außerdem kann man jetzt Turtle Beach und die angeschlossenen Appartements auch über Tauchen und Reisen buchen.

Turtle BeachDie andere Basis ist Turtle Beach, die von einem sehr netten jungen Griechen geführt wird. Er spricht perfekt deutsch. Die Ausrüstung dieser Basis war nagelneu und mehr als ausreichend in der Menge. Es Turtle Beach Einganggibt 2 Kompressoren und 2 Boote. Auch Turtle Beach bietet Appartements an. Tauchgäste erhalten im Restaurant Tzanetos, das zur Familie gehört 10% Rabatt auf Speisen und Getränke. Wir haben dort gegessen und waren von der Qualität überzeugt.








Die Tauchplätze dieser beiden Basen sind eigentlich mit denen der Basen von Laganas identisch, da es sich um das gleiche Tauchgebiet handelt. Kinderbetreuung bieten lt. eigener Aussage beide Basen an.

Allerdings ist der Ort wirklich schöner als Laganas und bietet einen doch eher griechischen Urlaub. Das große Manko sind die großen Kieselsteine am Strand, die allerdings nach ein paar Metern in Sand übergehen. Und mit einem Mietwagen oder Moped ist man trotzdem in der Lage sich auch mal in den Trubel zu stürzen.

ShipwreckShip BaySehenswürdigkeiten: Da wäre natürlich zunächst der bekannte Shipwreck-Point.
Er befindet sich im Nordwesten der Insel. Oberhalb des Points gibt es eine Plattform (Achtung nicht mehr als 4 Personen gleichzeitig), um sich die Bucht anzuschauen. Oder man fährt mit einer der angebotenen Schiffstouren dort hin, um direkt an das Schiff und die Bucht zu gelangen.




Alter OlivenbaumEbenfalls im Norden der Insel ist der Ort Exo Chora mit dem größten und ältesten Olivenbaum der Insel (wird häufig übersehen).
In Volimes werden viele Handarbeiten und Teppiche angeboten.
In Macherado befindet sich eine typische prunkvolle und reich ausgestattete Kirche.
BuchtSehr schön ist die Fahrt an der Ost-Küste in Richtung Norden. Dort befinden sich einige schöne Buchten. Rundfahrten sollte man sowieso besser selbst organisiert machen. Alle guten Autovermieter haben dafür auch Tourenvorschläge.
Für den Interessierten bietet sich natürlich ein Ausflug nach Olympia an. Endlich mal Ausgrabungsstätten, wo nicht alles mit Stahlbeton "rekonstruiert" wurde. Und das angeschlossene Museum ist den Besuch auch wert. Aber Achtung beim Mittagessen: Ist nur Touristen-Nepp, aber das kennt man ja auch aus anderen Ländern.




Weitere Links zum Thema:
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Allgemeine Informationen über Zakynthos in Deutsch
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Reiseberichte:
www.geocities.com/~haars/zakynthos.html
Reiseberichte über Zakynthos
members.aol.com/skempke153/Zakynthos.html
Reisebericht von Jürgen Schierholz
www.ferienzeit.com/reiseberichte/zakynthos.htm
Reiseberichte aus Zakynthos von Harald Kaiser Graz Austria
www.swissline.ch/rieser/zakynthos/home.html


Zuletzt geändert: Montag, 25. November 2002

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